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Bandscheibenschaden

Was versteht man darunter?


Welche Rolle spielen die Bandscheiben?

Die menschliche Wirbelsäule besteht aus 7 Halswirbeln, 12 Brustwirbeln und 5 Lendenwirbeln. Die zwischen den Wirbeln liegenden knorpeligen Bandscheiben sind für die Beweglichkeit der Wirbelsäule verantwortlich. Sie erfüllen außerdem die Rolle eines Puffers bei Belastungen, die von oben nach unten verlaufen (axial).

Die Bandscheiben bestehen aus einem festen äußeren Ring aus kollagenhaltigen Fasern, welcher einen mehr oder weniger weichen Kern umschließt (Gallertkern). Dieser weiche Kern wird aus weißlichem Knorpelgewebe mit hohem Wassergehalt gebildet. Bei Belastung der Wirbelsäule fängt der Bandscheibenkern durch Formveränderung die Last ab und verteilt sie gleichmäßig über den Bandscheibenraum. Wie bei einem Stoßdämpfer wird diese Lastverteilung durch den Faserring beschränkt. Durch Belastung gibt außerdem der weiche Bandscheibenkern Flüssigkeit über die Grenzflächen zum Wirbelkörper ab und nimmt diese unter Entlastung (z. B. im Schlaf oder in der Horizontalposition) wieder auf. Der Austausch von Flüssigkeit und von Nährstoffen sowie der Abtransport von Stoffwechselprodukten erfolgt ausschließlich per Diffusion, da die Bandscheibe ab dem frühen Kindesalter keine eigene Blutversorgung mehr hat. Die Aufrechterhaltung der Funktion ist an dieses Stoffwechsel-Gleichgewicht und die morphologische Intaktheit der Bandscheibe gebunden. Der Stoffaustausch erfordert darüber hinaus eine Wechselbelastung der Bandscheiben.

Was versteht man unter Bandscheibenschäden?

Durch zunehmendes Alter verliert die Bandscheibe an Elastizität und an Höhe. Der Flüssigkeitsgehalt nimmt ab und der Faserring bekommt Risse, vor allem im hinteren Teil, welcher die Begrenzung zum Wirbelkanal darstellt. Anteile des weichen Bandscheibenkerns können sich in diese Risse ausbreiten und zu einer Bandscheibenvorwölbung oder einem Bandscheibenvorfall ausweiten. Bei vielen Menschen kommt es jedoch in erster Linie zu Rückenschmerzen, welche direkt von der Bandscheibe ausgehen oder indirekt Folge des Bandscheibenschadens sein können. Die wichtigsten Folgen des Bandscheibenverschleißes sind der Verlust der Pufferfunktion und die Mehrbelastung der Wirbelgelenke. 

Was führt zu Bandscheibenschäden?

Bandscheibenschäden sind genetisch prädisponiert und kommen familiär gehäuft vor. Die wichtigsten äußeren Einflussfaktoren, welche einen Bandscheibenschaden beschleunigen können, sind Übergewicht, Bewegungsarmut und eine fehlende oder schwache muskuläre Stabilisierung des Rumpfes (Bauch – und Rückenmuskulatur). Auch angeborene oder erworbene Wirbelsäulendeformitäten (z. B. Skoliose, d. h. eine Verkrümmung der Wirbelsäule, oder Verformungen als Folge von Wirbelfrakturen) können aufgrund der Fehlbelastung der Wirbelsäule zu Bandscheibenschäden führen.

Wie äußern sich Bandscheibenschäden?

Leitsymptom des Bandscheibenschadens ist der Rückenschmerz. Geht der Schmerz von der Bandscheibe aus, so nimmt er in der Regel bei statischer Belastung (Stehen, Sitzen) zu. Auch die Vorwärtsneigung kann schmerzhaft sein, ebenso Rotationsbewegungen, wie z. B. nächtliches Drehen im Bett. Husten und Niesen verstärken den Rückenschmerz. Geht der Schmerz zusätzlich von den Wirbelgelenken aus, so nimmt er bei Rückneigung zu. Nach vorne leicht gebeugtes Sitzen wirkt hier eher entlastend. Seitliche Neigung und Rotation sind ebenfalls schmerzhaft. Häufig bestehen eine schmerzhaft verspannte Rückenmuskulatur sowie ein Klopfschmerz über den so genannten Dornfortsätzen der Wirbelkörper. Akut einsetzende Beschwerden werden im Volksmund auch als ‚Hexenschuss‘ bezeichnet.

 


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