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Auszeichnung für JoHo-Palliativstation

vom

JoHo-Palliativstation gehört zu den ersten 5 Palliativstationen in Deutschland mit Zertifizierung

Qualitätssicherung nach fachgesellschaftlich definiertem Standard / Label „Zertifizierte Palliativstation“ erleichtert Orientierung 

Die ersten Palliativstationen aus Bonn, Bremen, Erlangen, Freiburg und Wiesbaden haben ein umfassendes Zertifizierungsverfahren der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) durchlaufen, das in Kooperation mit der Zertifizierungsstelle ClarCert durchgeführt wird. Fünf Pilotkliniken konnten beim DGP-Mitgliedertag in Münster ihre Zertifikate in Empfang nehmen. „Schwerkranke Patienten und ihre Angehörigen sollten auf den ersten Blick erkennen können, wo sie auf jeden Fall kompetente Behandlung und Begleitung erwarten dürfen.“ betonte Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Dafür brauchte es klare Qualitätskriterien, die das Zertifizierungsverfahren bietet und überprüft.

Die DGP geht davon aus, dass sich nach der nun abgeschlossenen Pilotphase weitere der bundesweit über 300 Palliativstationen auf den Prüfstand stellen lassen werden. Denn nicht nur die Patienten haben etwas davon. Aus der sorgfältigen Überprüfung von Strukturen, Abläufen und Standards ergeben sich wertvolle Anregungen für Erweiterungen und Neuerungen, aber auch Chancen, zukünftig auf „überflüssigen Ballast zu verzichten“, berichtet Dr. Bernd Oliver Maier, Chefarzt der Med. Klinik III Palliativmedizin & Onkologie im JoHo und Vizepräsident der Fachgesellschaft. Speziell weitergebildete Gutachter aus verschiedenen Berufsgruppen waren für die Überprüfung, Anregungen und kollegiale Gespräche vor Ort. Das Team der JoHo-Palliativstation erlebte das Audit als Option, Qualität und Potentiale der eigenen Arbeit messbar werden zu lassen und gleichzeitig einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Standards zu leisten.

Eine qualitativ hochwertige Palliativversorgung sollte auch für den Außenstehenden erkennbar sein. In Anbetracht eines erfreulich breit gefächerten ambulanten und stationären Angebots der Hospiz- und Palliativversorgung kann der Überblick für die Betroffenen leicht verloren gehen: Mehr als 300 Palliativstationen, 200 stationäre Hospize, 300 Teams der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung, über 1500 ambulante Hospizdienste und Tausende von Einzelanbietern - noch dazu aus diversen Berufsgruppen - sind in punkto „Palliativ“ und „Hospiz“ aktiv. 

Im Sinne der Qualitätssicherung kommt der Zertifizierung der Palliativversorgung zukünftig eine herausragende Bedeutung zu, so Radbruch. Auf Palliativstationen wird eine hochkomplexe Behandlung und Versorgung sehr schwer erkrankter Menschen aus dem gesamten Spektrum onkologischer, neurologischer, kardiologischer, geriatrischer u. a. Erkrankungen angeboten. Berechtigt sei deshalb die Frage, ob die Stationen sowohl in ihrem Gesamtkonzept wie auch in den einzelnen therapeutischen und unterstützenden Angeboten aktuellen Qualitätsstandards entsprechen.

In Münster nahmen nun die ersten fünf Palliativstationen aus Bonn, Bremen, Erlangen, Freiburg und Wiesbaden die Zertifikate der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin entgegen. 

Foto von links nach rechts: Dr. med. Bernd Oliver Maier, Chefarzt Med. Klinik III/ Palliativmedizin & Onkologie, JoHo, Peter Friedrich-Mai, Dipl. Psychologe, Psychoonkologe, JoHo, Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) 

https://www.dgpalliativmedizin.de