In Ihrem Browser ist Javascript deaktiviert. Um alle Funktionen in vollem Umfang zu nutzen,
schalten Sie es bitte ein. Hier erfahren Sie wie dies funktioniert.

 
 

Verbundprojekt: Erste Palliativstation im Rheingau eingeweiht

vom

Erste stationäre Palliativstation im Rheingau eingeweiht
Mehr Lebensqualität für schwer und unheilbar Erkrankte

Rüdesheim – 29.09.2016, am St. Josefs-Hospital Rheingau in Rüdesheim wurde jetzt die erste stationäre Palliativstation im Rheingau eingeweiht. Möglich wurde dies durch eine Kooperation der Inneren Medizin im St. Josefs-Hospital Rheingau mit dem Ökumenischen Hospiz-Dienst Rheingau und der Palliativmedizin im St. Josefs-Hospital Wiesbaden.

„Mit großer Freude kann ich für unser komplettes Team an Kooperationspartnern und Beteiligten sagen, dass die intensiven Bemühungen nach einer stationären Palliativversorgung im Rheingau jetzt Früchte tragen“, sagt Geschäftsführer Martin Bosch. „Durch die enge Kooperation im JoHo-Verbund von Seiten der Inneren Medizin des St. Josefs-Hospitals Rheingau unter der Leitung von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Markus Schubert und der Palliativmedizin im St. Josefs-Hospital Wiesbaden unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Bernd Oliver Maier in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Hospiz-Dienst Rheingau mit Pfarrerin Beate Jung-Henkel ist es gelungen, im St. Josefs-Hospital Rheingau in Rüdesheim eine Palliativstation für die stationäre Patientenversorgung einzurichten, die ab 1.10.2016 die ersten Patienten aufnimmt. Das Hospizzimmer des Ökumenischen Hospiz-Dienstes Rheingau wird außerdem weiterhin bestehen bleiben“.

Mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Krankenhauskapelle, anschließender Segnung sowie Vorstellung von Räumlichkeiten und Behandlungsteam wird die neue Einrichtung im Kreise vom Rüdesheimer Bürgermeister Volker Mosler, Vertretern der katholischen und evangelischen Geistlichkeit, dem Vorstand des Ökumenischen Hospiz-Dienstes Rheingau, Caritasdirektorin Maria-Theresia Gräfin von Spee, Vertretern des Rheingauer Gesundheitsnetzes, dem Team der neuen Palliativstation, der Krankenhausleitung und den Mitarbeitern des St. Josefs-Hospitals Rheingau eingeweiht.

Medizinisch kompetente Behandlung und menschlich intensive Begleitung

Priv.-Doz. Dr. med. Markus Schubert, Chefarzt der Inneren Medizin im JoHo Rheingau sagt: „Wir eröffnen hier die schönste Palliativstation mit Blick auf Rhein und Rochus-Kapelle. Möglich ist dies durch unsere Zusammenarbeit im JoHo-Verbund mit der Palliativmedizin im St. Josefs-Hospital Wiesbaden unter Leitung von Dr. med. Bernd Oliver Maier und dem Ökumenischen Hospiz-Dienst Rheingau von Pfarrerin Beate Jung-Henkel.“ Das gemeinsame palliativmedizinische Konzept bestehe darin, Menschen, die mit dem Erleben und den Folgen einer schwerwiegenden und unheilbaren Erkrankung konfrontiert sind, medizinisch kompetente Behandlung und menschlich intensive Unterstützung und Begleitung zu bieten. Die Linderung von körperlich be¬dingten Symptomen durch effektive Schmerztherapie, die Behandlung von Luftnot oder Übelkeit habe dabei ebenso große Bedeutung wie die Bear¬beitung psychischer und sozialer Belastungen durch psychosozi¬ale und seelsorgerliche Begleitung. 

Besondere Lebensphasen brauchen besondere Räume

Die neue Palliativstation und damit erste stationäre Palliativversorgung im Rheingau bietet momentan für bis zu 6 Patienten und ihre Angehörigen einen besonders geschützten Raum, um besonders fordernde Situ¬ationen medizinisch zielgerichtet und menschlich intensiv unter Wahrung von Würde, Respekt und Selbstbestimmung gestalten zu können. „Wir werden hier Menschen behandeln, bei denen aktuell die symptomatische Belastung und nicht das Bekämpfen der Grunderkrankung im Vorder¬grund steht, was auch die angemessene Begleitung in der Sterbephase beinhaltet. Aber oft gelingt während des Aufenthaltes auch eine Stabilisierung, die eine anschließende Weiterbetreuung im ambu¬lanten Umfeld – zumindest zeitweise – ermöglicht“, erklärt Oberärztin Dr. med. Linda Fendel.  

„Durch die Ausstattung der hellen und wohnlichen Patientenzimmer und des Begegnungsraums auf der Palliativstation mit Blick über die Weinberge zum Rhein und zum Niederwalddenkmal wollen wir den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten und ihrer Angehörigen Rechnung tragen“, sagt Klinikleiter Jens Gabriel. 

Ziel sei es, sowohl die Beschwerden der Patienten symptomatisch zu lindern als auch ihre Lebensqualität zu optimieren, um damit ihre Verlegung in ihr häusliches Umfeld und in die ambulante Weiterbetreuung vorzubereiten. Gleichzeitig werde damit auch die Unterstützung und Begleitung durch Angehörige und Freunde während des stationären Aufenthaltes ermöglicht. Den Patienten stehen neben der speziellen ärztlichen und pflegerischen Palliativbehandlung auch verschiedene therapeutische und seelsorgerliche Angebote zur Verfügung.

 

Susanne Schiering-Rosch M.A., Leiterin Unternehmenskommunikation, St. Josefs-Hospital Wiesbaden, Tel. 0611/ 177-1131, Mail sschiering-rosch@joho.de