Berufspädagogische Zusatzqualifikation: Praxisanleiter nach dem neuen Pflegeberufegesetz

Das Pflegeberufegesetz fordert mindestens 10 % geplante und dokumentierte Praxisanleitung an jedem praktischen Lernort, die von pädagogisch qualifizierten Praxisanleiter/innen durchgeführt werden soll.

Den Praxisanleiter/innen kommt bei dieser Aufgabe eine Schlüsselrolle zu, bei der sie Auszubildende bei ihren praktischen Einsätzen beraten und begleiten, theoretische Anforderungen mit der Praxis verknüpfen, praktische Lerneinheiten planen und durchführen, Auszubildende bei ihren Lernzielen unterstützen und ihnen über deren Lernstand Rückmeldung geben.

Die berufspädagogische Zusatzqualifikation hat das Ziel, die Handlungskompetenz der Praxisanleiter/innen in den Bereichen Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Fachkompetenz und Methodenkompetenz zu fördern.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Berufspädagogische Grundlagen
  • Didaktisches Handeln in der Berufsbildung
  • Einschätzung, Förderung und Beurteilung der Auszubildenden
  • Entwicklung praktischer Lernsituationen zu Anleitung
  • Entwicklung eines eigenen berufspädagogischen Selbstverständnisses
  • Erweiterung der eigenen Kompetenzen zur Konfliktlösung und Kommunikation
  • Sicherstellung gesetzlicher und vertraglicher Leistungen zur Ausbildung in den verschiedenen Pflege- und Assistenzberufen

Aufbau der Weiterbildung

Der Aufbau der Weiterbildungsmodule orientiert sich an der Hessischen Weiterbildungs- und Prüfungsordnung für die Pflege und Entbindungspflege:

  1. Grundmodul: Kommunikation - Anleitung - Beratung
  2. Fachmodul : Lernende in der Pflege anleiten und beraten

Gesamtstunden Module: 216 Stunden
Berufspraktische Anteile: 160 Stunden

Methoden

Theoriephasen wechseln mit Praxisphasen ab. Es werden verschiedene Methoden der Erwachsenenbildung eingesetzt wie z.B. Reflexion, Fallbearbeitung, Rollenspiel, kollegiale Beratung, begleitetes Selbststudium usw.

Die Weiterbildung schließt mit einer staatlichen Abschlussprüfung ab. Jedes Modul der Weiterbildung wird mit einer Prüfungsleistung abgeschlossen, auf die wir Sie im Verlauf der Module optimal vorbereiten. Das Bestehen der Modulprüfungen ist Voraussetzung für die Zulassung zu Abschlussprüfung.

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