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Allgemein- und Viszeralchirurgie

Minimal invasive Chirurgie


 

Leistungsangebot

Die minimal invasive Chirurgie (kurz MIC) wird auch gerne als „Schlüssellochchirurgie“ bezeichnet. Sie beschreibt das chirurgische Vorgehen, das mit kleinsten Hautschnitten auskommt. Hierzu wird die Bauchhöhle mit Kohlenstoffdioxid (CO?) aufgefüllt. Somit entsteht ein Raum zwischen Bauchdecke und Organen, in dem der Chirurg übersichtlich arbeiten kann. Das Bild der im Bauchraum befindlichen Kamera wird auf einen Monitor in HD-Qualität übertragen. MIC bietet nicht nur einen rein kosmetischen Vorteil, sondern verkürzt auch deutlich die Erholungsphase nach einer Operation, es treten weniger Schmerzen auf, das Risiko einer Wundheilungsstörung ist vermindert. Die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie bietet ihren Patienten seit Jahren erfolgreich die MIC als etabliertes Verfahren an. 2011 wurde eigens hierfür ein Spezial-Operationssaal in Betrieb genommen. 2017 gingen zwei modernst ausgestattete OP-Säle für minimal-invasives Operieren in 3D-Technik ans Netz. Wir sind von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Referenzzentrum für Minimal Invasive Chirurgie ausgezeichnet.

Aktuell: Interview mit Prof. Dr. S. Farkas zum minimal-invasiven Operieren in 3D-Technik (erschienen im Wiesbadener Kurier: 04/2017)

Therapeutische Laparoskopie 

Laparoskopische Cholezystektomie

Cholecystektomie (Gallenblasenentfernung), z.B. bei symptomatischem Gallensteinleiden, akuter Entzündung der Gallenblase

LSK Appendektomie

Appendektomie (Blinddarmentfernung), z.B. bei akuter Blinddarmentzündung (Appendizitis) oder chronischer Blinddarmreizung (Appendikopathie)

TAPP

TAPP (Leistenbruchoperation mit Netzimplantation, „transabdominale präperitoneale Netzimplantation“)

  • Ein- und beidseitige Leistenbrüche können versorgt werden. Auch ein Rezidiv (erneuter Leistenbruch nach früherer offener Leisten-OP) ist hiermit sicher zu behandeln.
  • IPOM (Nabel-oder Narbenbruchoperation mit Netzimplantation, „ intraperitoneales Onlay Mesh“)
  • Narben- und Nabelbrüche bis zu einer gewissen Größe werden verschlossen, die innere Bauchwand mit einem Netz vor einem Wiederauftreten des Bruches geschützt.
  • Laparoskopische Sigmaresektion (Entfernung des Grimmdarmes), die sogenannte (Sigma-)Divertikulitis ist ein häufiges Krankheitsbild. Bei verbleibender Enge nach häufigen Entzündungsschüben oder bei einem Durchbruch ist eine Entfernung des betroffenen Abschnittes erforderlich.
  • Segmentresektion des Kolon ( Entfernung eines kurzen Dickdarmabschnittes) und bei Polypen des Dickdarmes, welche nicht in einer Darmspiegelung entfernt werden können, wird der betroffene Darmabschnitt in der LSK entfernt. Auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) kommt das Verfahren zum Einsatz.
  • Hemikolektomie rechts / links (Entfernung des rechten/ linken Dickdarmanteiles) 
  • Auch gut- und sogar bösartige Tumore können in ausgewählten Fällen sicher und leitliniengerecht mit der LSK therapiert werden.
  • Adhäsiolyse (Lösen von Verwachsungen)
  • Gelegentlich entstehen nach vorangegangenen großen Operationen Verwachsungen, die chronisch Schmerzen im Bauchraum verursachen können bis hin zu einem gefährlichen Darmverschluss (Ileus). Diese können durch die Laparoskopie beseitigt werden.
  • Diagnostische Laparoskopie (Bauchspiegelung, kurz LSK)

Bei unklaren Befunden im Bauchraum, die etwa durch eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung festgestellt wurden, leistet die diagnostische Laparoskopie einen wertvollen Beitrag zur Diagnosesicherung. Solche Befunde können nicht nur optisch bewertet sondern auch durch eine gezielte Probeentnahme feingeweblich (histologisch) untersucht werden. Dies ist oftmals unerlässlich für eine sichere Diagnose und zielführende Therapie.

Darüber hinaus werden u.a.  an folgenden Organen operative Eingriffe laparoskopisch durchgeführt

  • Magen -  z.B. Tumore, entzündliche Geschwüre „Ulcus“
  • Leber -  z.B. Metastasen
  • Pankreas (Bauchspeicheldrüse) -  z.B. Zysten, Tumore 
  • Speiseröhre – z.B. Refluxerkrankung, Zwerchfellbruch
  • Nebenniere – z.B. Tumore

Als Weiterentwicklung und Verfeinerung der laparoskopischen Technik gibt es seit einigen Jahren die SILS („single incision laparoscopic surgery“). Über einen einzigen, ca. 3-5 cm langen Hautschnitt wird mit Hilfe spezieller Instrumente die gesamte Operation (einschließlich Bergen des entnommenen Gewebes) durchgeführt.

Interdisziplinarität, das heißt die Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen Fachdisziplinen, steht bei uns im Vordergrund. Die MIC ermöglicht eine anschauliche Befundpräsentation bereits während der OP, z.B. können Zysten an den Eierstöcken wenn nötig direkt durch den Gynäkologen behandelt werden. Außerdem ist z.B. die Lokalisation kleiner  Magenwandtumore  (GIST) mit einer während der OP vom Internisten durchgeführten Magenspiegelung genau möglich, es wird also noch sicherer und gewebesparender operiert.

Jeder Mensch ist einzigartig, jeder hat eine eigene (medizinische) Vorgeschichte. So ist auch jedes Krankheitsbild unterschiedlich, die Bedingungen und Voraussetzungen für eine gute, sichere Operation mitunter nicht vergleichbar.

 

Das Team der Allgemein- und Viszeralchirurgie berät Sie gerne und individuell.