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Oberärztin 
Dr. Christine Grupe 

Oberärztin 
Dr. Lisanne Barth


Minimal invasive Chirurgie (MIC)

Die minimal invasive Chirurgie beschreibt die Möglichkeit in der Gebärmutter oder im Bauchraum über den sog. Schlüssellochzugang mit feinen Instrumenten zu operieren, um möglichst gewebeschonend vorzugehen.  Diese Technik gilt in der Frauenklinik als Standard und kann in der Regel ambulant durchgeführt werden.

  • Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung)
  • Laparoskopie (Bauchspiegelung)
  • Zystoskopie (Blasenspiegelung)

Unser Spezial-OP für minimal-invasive Chirurgie bietet dazu optimale Voraussetzungen.

Hysteroskopie

Die Hysteroskopie (Spiegelung der Gebärmutter) ein wichtiger Bestandteil der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Gynäkologie.  Hierzu gehört die Abklärung unklarer Blutungen aus der Gebärmutter, die Abklärung unklarer sonographischer Befunde in der Gebärmutterhöhle wie z.B.  Myome oder Polypen und die Abklärung bei Sterilität.  Auch therapeutische Eingriffe lassen sich hysteroskopisch durchführen, vor allem die gezielte Biopsie unklarer Veränderungen in der Gebärmutterhöhle oder die Entfernung von Septen. 

  • Diagnostische Hysteroskopie zur Klärung unklarer Befund 
  • Operative Hysteroskopie mit Polyp- und Myomabtragung 
  • Endometriumablation  (= Abtragen der Gebärmutterschleimhaut zur Behandlung unstillbarer Blutungen, somit auch eine Alternative zur Gebärmutterentfernung)

Laparoskopie

Die Bauchspiegelung (Laparoskopie/Pelviskopie) hat sich ebenfalls von einer ursprünglich vorwiegend diagnostischen Maßnahme inzwischen zu einer etablierten Operationsmethode weiterentwickelt. Unklare Prozesse oder Beschwerden im Bauch, die sich nicht durch konventionelle Maßnahmen wie Ultraschall-Untersuchungen, Röntgen-Untersuchungen etc. klären lassen, werden heute laparoskopisch abgeklärt. 

Die Prüfung auf Durchgängigkeit der Eileiter bei Sterilität wird hierzu gezählt. Viele operative Eingriffe, die früher allein durch einen Bauchschnitt möglich waren, können heute mit einer Bauchspiegelung durchgeführt werden. 

Der Vorteil der laparoskopischen Operationsmethode gegenüber der konventionellen Operation am offenen Bauch ist das deutlich kleinere Operationstrauma, da die operativen Zugänge meist nur Bleistiftdicke haben. Auf diese Weise können auch viele Eingriffe ambulant durchgeführt werden, die bei herkömmlicher Methode mit mehreren Aufenthaltstagen im Krankenhaus verbunden wären. 

Zu den häufigsten therapeutischen Eingriffen gehören die Lösung von Verwachsungen, die Operation von Eierstockzysten oder sonstigen Veränderungen am Eierstock und den Eileitern, die Entfernung von Myomen (gutartige Geschwülste der Gebärmutter) und die operative Behandlung der Endometriose. Auch die Diagnostik und Therapie einer Eileiterschwangerschaft ist heute Domäne der Laparoskopie. Inzwischen wird an unserer Klinik in über 90 % eine Eileiterschwangerschaft laparoskopisch operiert. 

Diagnostische Laparaskopie

  • Chromopertubation (Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit bei Kinderwunsch) 
  • Abklärung von unklaren Bauchschmerzen

Operative Laparoskopie inkl. komplexer Eingriffe

  • Entfernung von Endometrioseherden 
  • Myomenukleation (Entfernung von gutartigen Muskelknoten der Gebärmutter) 
  • Adhäsiolyse - Verwachsungslösung 
  • Probeexcision unklarer Befunde 
  • Lymphknotenexstirpation als Diagnostik oder zur Stadieneinteilung bei Tumorerkrankungen 
  • Abszessdrainage
  • Sterilisation
  • Adnexektomie - Eierstockentfernung 
  • Entfernung von Zysten und Tumoren unter Erhaltung des Eierstocks
  • Operation von Eileiterschwangerschaften 
  • Laparoskopisch-assistierte vaginale Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) (LAVH)
  • Laparoskopische suprazervikale Hysterektomie (LASH)
  • Totale laparoskopische Hysterektomie (TLH)
  • Minimalinvasive Wertheim'sche Radikaloperation
  • Laparoskopische Operation der fortgeschrittenen (tief-infiltrierenden) Endometriose
  • Laparoskopische Beckenbodenrekonstruktion


Oberärztin Dr. Christine Grupe (MIC Stufe 2)
Oberärztin Dr. Lisanne Barth (MIC Stufe 2)
Chefarzt Prof. Dr. Boris Gabriel (MIC Stufe 3)