Dienstag, 15.09.2020

Im JoHo bündeln etablierte Gelenkexperten im Zentrum für Orthopädie, Wirbelsäule und Unfallchirurgie ihre Erfahrungen in einem gemeinsamen Zentrum. Heute geht es dabei um das Hüftgelenk. Wir stellen Ihnen Dr. med. Philipp Rehbein, Chefarzt der Orthopädie am JoHo und Experte für das Hüftgelenk vor.

 

Was war Ihr Traumberuf als Kind? Wollten Sie schon immer Arzt werden?

Dr. Rehbein: Mein Beruf sollte unbedingt in die technische Richtung gehen, das war mir schon als Kind klar. Als ich dann für eine Sanitäter-Ausbildung ein Krankenhaus-Praktikum absolviert habe, war der Arztberuf das neue große Ziel. Als Orthopäde bin ich heute sowohl Arzt aber auch in gewisser Weise ein Techniker ;-)

 

Warum haben Sie sich auf die Hüfte spezialisiert?

Dr. Rehbein: Durch meine Ausbildung an Universitäts-Kliniken, spezialisierten Krankenhäusern und biomechanischen Instituten in Frankfurt und Hamburg hatte ich das Glück mit vielen Hüftgelenk-Spezialisten zusammen arbeiten und lernen zu können. Da habe ich von jeder Station das Beste mitgenommen und so heute mein eigenes Experten-Konzept entwickelt.

 

Was macht die Hüfte für Sie besonders?

Dr. Rehbein: Das Hüftgelenk ist ein komplexes Gelenk, das in allen Lebensphasen von der Geburt an bis in das hohe Alter von Veränderungen oder Erkrankungen betroffen sein kann. Da ist in jedem Alter und in jeder Lebenslage die Hilfe des spezialisierten Orthopäden gefragt.

 

Welche Spezialistentipps haben Sie bei Problemen mit der Hüfte?

Dr. Rehbein: Bei ersten Symptomen kann der Hausarzt oder der Orthopäde in der Nähe beraten, behandeln und verordnen. Auch die Physiotherapeut*innen haben enormes Potential. Sobald die Notwendigkeit einer Operation gegeben ist, sollte der spezialisierte Orthopäde aufgesucht werden.

 

Was tun Sie selbst, damit ihre eigene Hüfte fit bleibt?

Dr. Rehbein: Ich fahre mit dem Rad zur Arbeit so oft das möglich ist. Mit unserem Hund gehe ich täglich eine Runde durch Wald und Feld. Da ginge natürlich noch mehr ;-)

 

Gibt es eine OP, an die Sie sich besonders gern zurückerinnern? Wenn ja, warum?

Dr. Rehbein: Auf jeden Fall bleiben Operationen bei Kindern immer in besonderer Erinnerung. Vielleicht liegt das daran, dass da anfangs wegen der Sorgen und Ängste der Kinder und deren Eltern auch immer eine emotionale Komponente dabei ist. Diese Sorgen und Ängste sind übrigens ganz schnell beseitigt, spätestens bei den ersten großen Schritten nach einem Eingriff sind alle erleichtert und sehen, dass es wieder „aufwärts“ geht.

 

Wer war Ihr ungewöhnlichster Patient/Ihre ungewöhnlichste Patientin?

Dr. Rehbein: Jeder Patient ist anders, unterschiedlich und einzigartig. Da bringt tatsächlich jeder seinen eigenen Charakter mit. Der in letzter Zeit ungewöhnlichste Patient ist ein Zahnarzt, der sich selbst beruflich viel mit Knochen und Implantaten beschäftigt. Der hat mir tatsächlich Fragen gestellt, die ich vorher noch nie beantworten musste. Er hatte auch zahlreiche andere Kollegen aufgesucht und sich dann aber für eine Behandlung bei mir entschieden, wahrscheinlich habe ich die besten Antworten gegeben ;-)

 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten, wenn Sie nicht an OPs und Gelenke denken?

Dr. Rehbein: Es ist wirklich sehr, sehr wichtig auch regelmäßig Abstand von den alltäglichen und beruflichen Dingen zu gewinnen. Da helfen mir in erster Linie meine Familie aber auch Radtouren, Wassersport (ich bin begeisterter Segler), Musik mit meiner Band und neuerdings auch ein wenig soziales Engagement.


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