Karl-Ludwig-Neuhaus-Forschungspreis geht in die Medizinische Klinik I, Kardiologie
Dienstag, 28.04.2026
Der Karl-Ludwig-Neuhaus-Forschungspreis der Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Krankenhausärzte (ALKK) zählt zu den höchst dotierten Wissenschaftspreisen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und würdigt jährlich herausragende wissenschaftliche Arbeiten in der klinischen Kardiologie. Der Preis erinnert an Prof. Dr. Karl-Ludwig Neuhaus, einen Pionier der fibrinolytischen Therapie beim akuten Myokardinfarkt.
In diesem Jahr wurde der Preis geteilt und ging an Dr. Moritz Rothe, Arzt in Weiterbildung in der Medizinischen Klinik I, Kardiologie am JoHo Wiesbaden, sowie an Prof. Karl Heinrich Scholz aus Hildesheim.
Ausgezeichnet wurde eine Studie zur Langzeitwirksamkeit und Sicherheit der Pulmonalvenenisolation bei Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern und hoher Komorbiditätslast. In einer prospektiven Analyse von 1.402 Betroffenen zeigte sich, dass diese Hochrisikogruppe langfristig höhere Rezidivraten aufweist, während die Sicherheit des Verfahrens vergleichbar bleibt.
Die Ergebnisse stellen den routinemäßigen Einsatz der Ablation als Erstlinientherapie bei multimorbiden Patientinnen und Patienten infrage und unterstreichen die Notwendigkeit weiterer Studien, insbesondere im Vergleich zu medikamentösen Behandlungsstrategien.
Der Preis wird einmal im Jahr vergeben und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung unterstreicht das hohe Engagement in der klinischen Herzforschung am JoHo.
Bildunterschrift v.l.n.r.: Prof. Dr. Stephan Willems (Tagungspräsident der 92. Jahrestagung der DGK), Dr. Moritz Rothe (Preisträger), Prof. Karl Heinrich Scholz (Preisträger), Prof. Dr. Patrick Diemert (Vorsitzender der ALKK), Prof. Dr. Stefan Blankenberg (Präsident der DGK)