Donnerstag, 21.01.2021

Die Fieberkurve ist der zentrale Anlaufpunkt für Ärzt*innen und Pflege bei der Einholung aller relevanten Daten zur Behandlung von Patient*innen. Sie gibt unter anderem Auskunft über Vitalzeichen, Aufnahmediagnose, Medikamente, Pflegeberichte, Arztvisiten, Termine und Befunde jedes Patienten / jeder Patientin. Was bisher händisch auf Papier festgehalten wurde, wird nun digital erfasst. Das bringt einige Vorteile mit sich wie Katharina Neufurth, Leitung der Station 47, auf der das Projekt in diesem Jahr gestartet ist, erklärt:

  • Mit der digitalen Kurve ist paralleles Arbeiten möglich. Durch den digitalen Zugriff über die neuen PC-Visiten-Wagen können die Kurven zeitgleich an verschiedenen Geräten eingesehen werden, auch wenn die Ärzt*innen auf Visite unterwegs sind. So kann die Pflege beispielsweise Tabletten für den nächsten Tag richten oder dokumentieren.
  • Alles befindet sich an einem (digitalen) Ort. Das Suchen nach der (Papier-)Kurve fällt weg.
  • Bessere Lesbarkeit der Berichte (Pflege und Ärzt*innen) und der Anordnungen der Ärzt*innen.
  • Kein "Kurve weiterschreiben" im Nachtdienst mehr (ein Kurvenblatt auf Papier geht nur 7 Tage. Wenn Patient*innen länger als 7 Tage bei uns sind, muss ein neues Kurvenblatt angelegt werden und alle Medikamente etc. übertragen werden).
  • Fehlerquellen werden vermieden, da kein Übertragen der Kurve auf ein neues Kurvenblatt stattfinden muss.
  • Zugriff im ganzen Haus. Das erleichtert die Arbeit für Ärzt*innen, die nicht auf Station sind, aber in die Behandlung eingebunden sind.

Katharina Neufurth kam bei der Einführung der digitalen Kurve eine Schlüsselrolle zu. Sie und ihr Kollege Christian Groh (stv. Leitung Station 47) wurden Ende des letzten Jahres zu „Key-Usern“ ausgebildet und arbeiteten sich von Grund auf in das neue System ein. Anfang Januar wurde dann das komplette Stationsteam durch Katharina Neufurth geschult.

Das langfristige Ziel ist die digitale Fieberkurve auf alle Stationen und Bereiche im JoHo auszuweiten. Katharina Neufurth freut sich über den gelungenen Start auf ihrer Station: „Insgesamt ist das Projekt sehr gut gestartet: Wir haben uns eng mit den Ärzt*innen abgesprochen, welche der Aufnahmen wir digital führen und welche nicht.

Ohne Prof. Dr. med. Joachim Ehrlich (Chefarzt Medizinische Klinik I) und Thomas Gorniok (Leiter IT) würde das ganze Projekt nicht so gut laufen. Prof. Dr. Ehrlich hat sich in enger Zusammenarbeit mit IT und Pflege um die Umsetzung der Schulungen gekümmert. Er hatte immer ein offenes Ohr für uns und ist mit uns in Diskussionen eingestiegen. Auch Thomas Gorniok hat uns bei der Umsetzung sehr geholfen. Er hat uns einen festen Mitarbeiter zur Seite gestellt, sodass die Schulungen reibungslos verliefen. Auch jetzt gibt es einen festen Mitarbeiter, der für uns (da meine ich das Stationsteam mit Ärzt*innen und Pflegekräften) zur Verfügung steht und Fragen beantworten kann. Insgesamt perfektes Teamwork!“

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