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PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C

vom

Hepatitis C ist eine Infektionskrankheit, ausgelöst durch das Hepatitis-C-Virus (HCV), die meist chronisch verläuft, zur Entzündung der Leber führt und heute in den allermeisten Fällen vollständig geheilt werden kann. Nicht adäquat versorgt kann die Erkrankung jedoch u.a. zu Leberzirrhose, Leberkrebs und auch zum Tod führen. In Deutschland sind ca. 200.000 Menschen mit Hepatitis C infiziert, von denen allerdings ein großer Teil bisher nicht diagnostiziert ist. Das Virus wird über Blut-Kontakte übertragen. Der größte Teil der heutigen Neuinfektionen ist auf intravenösen Drogenkonsum zurückzuführen. Die WHO und auch die Bundesregierung haben sich zum Ziel gesetzt, Hepatitis C bis zum Jahr 2030 zu eliminieren.

Aus medizinischer Sicht ist diese Elimination erreichbar. Eine neue Wirkstoffgeneration von Tabletten mit direkt antiviraler Wirkung heilt die Infektion in fast allen Fällen in acht bis zwölf Wochen aus. Das ambitionierte Ziel, Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren, möchte die PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C auf kommunaler Ebene unterstützen.

Auch in Wiesbaden konnte das Gesundheitsamt viele Versorger und Organisationen an einen Tisch bringen, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. JoHo-Chefarzt, Prof. Dr. Christoph Sarrazin, der gleichzeitig Leiter der Forschungsgruppe Virushepatitis am Uni-Klinikum Frankfurt und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberhilfe e.V. ist, unterstützt als führender Experten auf dem Gebiet die Aktion. Im Zentrum stehen intravenös Drogenabhängige, da das Auftreten von Hepatitis C in dieser Gruppe besonders hoch ist. Probleme von Menschen mit Suchterkrankung sind vielfältig und so werden diese zusammen mit den gesundheitlichen Aspekten betrachtet. Betroffen davon sind Beispielsweise die Bereiche Wohnung, Arbeit und soziale Hilfen.

Zusammen mit dem Suchthilfezentrum, der AIDS-Hilfe, dem Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschland e.V., den substituierenden Ärzten, den Wiesbadener Kliniken und AbbVie, sollen Drogenkonsumierenden medizinische und soziale Hilfestellung gegeben werden. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Therapie der Hepatitis C.

Erste Erfolge konnte die Initiative, die 2018 in Wiesbaden startete, schon verzeichnen. Die Vernetzung der versorgenden Ärzte mit dem Suchthilfezentrum konnte optimiert und dadurch die Wartezeit für Betroffene, die mit einer Therapie beginnen wollen, reduziert werden.