Im Notfall richtig handeln – wir helfen Ihnen rund um die Uhr

Wenn plötzlich ein medizinischer Notfall eintritt, ist es entscheidend zu wissen, wo Sie schnelle und passende Hilfe bekommen. Viele Menschen fragen sich in dieser Situation:

 „Muss ich ins Krankenhaus oder reicht der Besuch beim Hausarzt?“,  „Wann bin ich ein Notfall-Patient – und was passiert eigentlich in der Notaufnahme?“

Diese Unsicherheiten sind ganz normal. Wir erleben täglich, dass viele Patientinnen und Patienten nicht genau wissen, an wen sie sich wenden sollen, wenn unangekündigt medizinische Hilfe benötigt wird.

 

Einige Beschwerden können lebensbedrohlich sein und erfordern unbedingt den sofortigen Notruf. 
Wählen Sie die 112 bei:

  • Bewusstlosigkeit oder starker Bewusstseinseintrübung
  • Akuter Atemnot
  • Plötzlich aufgetretenem, starkem Brustschmerz
  • Akuten Lähmungserscheinungen
  • Schweren Verletzungen, z. B. nach einem Unfall oder Sturz

Wichtiger Hinweis

Bitte fahren Sie niemals selbst oder als Angehöriger oder Begleitperson eine Person mit möglicherweise lebensbedrohlichen Beschwerden oder Erkrankungen in die Notaufnahme. Der Zustand kann sich jederzeit verschlechtern. Nur der Rettungsdienst kann während des Transports medizinisch eingreifen und Leben retten.

 

Wenn Sie erkranken, ist es wichtig zu wissen, an wen Sie sich wenden können. Nicht jede akute gesundheitliche Situation ist ein Notfall – im Folgenden finden Sie eine hilfreiche Orientierung.

Ihr Hausarzt – erste Anlaufstelle bei nicht lebensbedrohlichen Situationen

Bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Situationen ist Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt der richtige Ansprechpartner. Er oder sie kennt Ihre Krankengeschichte und kann zielgerichtet behandeln oder Sie bei Bedarf an Fachärzte und Kliniken weiterverweisen.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst – Tel. 116 117

Wenn Ihr Hausarzt  oder der Vertreter Ihres Hausarztes nicht erreichbar ist, hilft der Ärztliche Bereitschaftsdienst weiter. Unter der bundesweiten, kostenlosen Rufnummer 116 117 erfahren Sie jederzeit, welcher Arzt oder welcher Ärztlicher Bereitschaftsdienst für Sie zuständig ist.

  • Kostenfrei und ohne Vorwahl, egal ob Festnetz oder Mobiltelefon
  • Bei Bedarf werden Sie in die nächstgelegene Bereitschaftsdienstpraxis vermittelt
  • Sind Sie krankheitsbedingt nicht mobil, kann auch ein Hausbesuch organisiert werden
  • Sie erhalten so verlässlich ärztliche Hilfe – auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen

Rettungsdienst, Notarzt & Feuerwehr – Tel. 112

Bei lebensbedrohlichen oder schweren akuten Beschwerden rufen Sie bitte sofort den Rettungsdienst unter 112.
Die Nummer gilt in ganz Europa, ist kostenlos und ohne Vorwahl erreichbar.

Unter der 112 erhalten Sie:

  • notfallmedizinische Hilfe direkt vor Ort
  • medizinisch sicheren Transport ins Krankenhaus
  • kompetente Versorgung durch Rettungsdienst und Notarzt

Die Notaufnahme im Krankenhaus – wann sollte ich sie aufsuchen?

Die Zentrale Notaufnahme ist rund um die Uhr für akute medizinische Notfälle da. Eine Vorstellung in der Notaufnahme erfolgt typischerweise durch:

  • Einweisung durch Haus- oder Facharzt
  • Einweisung durch den Rettungsdienst oder Notarzt

Bitte beachten Sie: In der Notaufnahme wird nach medizinischer Dringlichkeit behandelt – nicht nach Reihenfolge des Eintreffens.

Die Patienten-Ampel: Faire und sichere Behandlung nach Dringlichkeit

In unserer Zentralen Notaufnahme sorgen wir rund um die Uhr dafür, dass Sie medizinisch bestmöglich versorgt werden. Da viele Patientinnen und Patienten gleichzeitig Hilfe benötigen, ist es wichtig, die Behandlungsreihenfolge nach medizinischer Dringlichkeit festzulegen und nicht nach der Reihenfolge des Eintreffens.

Wie funktioniert die Patienten-Ampel (Ersteinschätzung)?

Bei Ihrer Ankunft wird die medizinische Dringlichkeit durch eine spezialisierte Pflegefachkraft eingeschätzt. Dieses international standardisierte Verfahren – die sogenannte Triage (Ersteinschätzung)– nutzt ein Ampelsystem. So stellen wir sicher, dass Patientinnen und Patienten mit schweren oder lebensbedrohlichen Beschwerden sofort behandelt werden.

Die Farben bedeuten:

  • Rot – sofortige Behandlung notwendig
  • Orange – sehr dringlich
  • Gelb – dringlich, aber stabil
  • Grün – weniger dringlich
  • Blau – nicht dringlich

Wir bitten um Verständnis, wenn jemand, der später eintrifft, früher behandelt wird. Das bedeutet lediglich, dass dieser Patient akut gefährdeter ist.

Warum können Wartezeiten entstehen?

Auch bei hohem Patientenaufkommen bemühen wir uns, Ihre Wartezeit so kurz wie möglich zu halten. Dennoch können verschiedene Faktoren Einfluss darauf haben:

  • Art und Schwere Ihrer Erkrankung oder Verletzung
  • Ihr allgemeiner Gesundheitszustand
  • Verfügbarkeit freier Untersuchungsräume
  • Kapazitäten in Diagnostikbereichen wie Röntgen, Labor, CT oder MRT
  • Zeitintensive Versorgung lebensbedrohlicher Notfälle

Bitte seien Sie versichert: Wir arbeiten mit voller Aufmerksamkeit und höchstem Engagement, um Ihnen zu helfen.

Vermittlung an Partnerpraxen

Bei einer Dringlichkeitsstufe „Grün“ oder „Blau“  kann in geeigneten Fällen eine Weiterbehandlung in unseren Partnerpraxen erfolgen. Diese Option ermöglicht eine zeitnahe Versorgung und entlastet gleichzeitig die Notaufnahme für akut gefährdete Patientinnen und Patienten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihr Vertrauen in unser Notfallteam!

Unser wichtigstes Ziel ist es, dass jeder Patient eine individuelle, sichere und bestmögliche medizinische Versorgung erhält. Damit dies gelingt, benötigen wir in der Zentralen Notaufnahme einen strukturierten und ungestörten Arbeitsablauf.

Sie können uns dabei unterstützen – und gleichzeitig zu Ihrer eigenen schnellen Versorgung beitragen.

Bitte nutzen Sie die vorgesehenen Wartezonen

Während wir Sie medizinisch betreuen, ist es uns besonders wichtig, Ihre Intimsphäre und Privatsphäre zu schützen. Daher bitten wir Patientinnen, Patienten, sich ausschließlich in den dafür vorgesehenen Wartebereichen der Notaufnahme aufzuhalten.

Diese Rückzugszonen ermöglichen:

  • eine ruhige und konzentrierte Arbeitsweise unseres Notfallteams
  • Datenschutz und Diskretion für Sie und andere Betroffene
  • einen strukturierten Ablauf ohne unnötige Unterbrechungen

Rückkehr aus Diagnostik: Das „Reißverschlussverfahren“

Viele Notfallpatienten benötigen Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall, CT oder Laboranalysen. Sobald Sie aus der Diagnostik zurückkehren, integrieren wir Sie nach dem sogenannten Reißverschlussverfahren wieder in den laufenden Behandlungsablauf.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Dauer einzelner Untersuchungen nicht immer exakt vorhersagen können. Wir informieren Sie selbstverständlich, sobald wir weitere Schritte planen können.

Wir wissen, dass eine Situation in der Notaufnahme belastend sein kann. Mit Ihrer Unterstützung können wir allen Patientinnen und Patienten eine  sichere und professionelle medizinische Betreuung ermöglichen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihr Vertrauen in unser Notfallteam!

  • Foto oder Kopie Ihres Medikationsplanes und des letzten Arztbriefes aus dem Krankenhaus
  • Ordner mit allen wichtigen Dokumenten wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, aktuelle Telefonnummern (bestenfalls Mobilnummer) von Vertrauenspersonen
  • Allergieausweise, Herzschrittmacherausweise, Marcumarausweise und andere Notfallausweise
  • Am besten Sie überlassen uns die oben genannten Informationen und begeben sich in das Ihnen zugewiesene Behandlungszimmer oder in den Wartebereich. Wir kommen dann mit den nächsten Schritten auf Sie zu. Bitte vermeiden Sie mehrmaliges Nachfragen, da dies oft unseren Arbeitsfluss stört.
  • Ein Getränk oder einen Snack

Um die Sicherheit und Privatsphäre unserer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, ist der Aufenthalt in der Zentralen Notaufnahme sowie in den angrenzenden Wartebereichen ausschließlich für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende erlaubt.
Besucherinnen und Besucher dürfen diese Bereiche nicht betreten. Ausnahmen sind nur in medizinisch begründeten Einzelfällen möglich.

Wir wissen, dass die Situation für Angehörige belastend sein kann. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie den Wartebereich der Notaufnahme nicht nutzen können. 
Wir empfehlen Ihnen daher, nach Hause zu fahren, unser JoHo Bistro für die Wartezeit zu nutzen oder einen anderen, ruhigen Ort außerhalb unserer Klinik zu wählen.

Bitte hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten (korrekte Mobiltelefonnummer oder Festnetztelefonnummer), sodass wir Sie bei Bedarf umgehend kontaktieren können. 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis!

  • JoHo Bistro: Unser JoHo Bistro finden Sie auf Ebene 0 in Gebäude A. 
  • Sanitäre Einrichtungen: Unsere Toiletten befinden sich stirnseitig in der Wartezone 2 sowie zwischen Administration und Wartezone 3
  • Snackautomat: Unser Snackautomat befindet sich innerhalb der Wartezone 2

Diagnose und Therapie

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