Mittwoch, 13.10.2021

Corona-Drittimpfung in Wiesbaden: Seit der vergangenen Woche empfiehlt die Stiko (ständige Impfkommission) die Drittimpfung ab einem Alter von 70 Jahren, für Personal und Bewohner von Pflegeheimen sowie für Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen – wenn die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff schon sechs Monate zurückliegt.

Warum eine Drittimpfung sinnvoll ist, erklärt JoHo-Chefarzt (Med. Klinik II) und Infektiologe, Prof. Christoph Sarrazin, im Wiesbadener Kurier. Dafür blickte er auf Israel, wo die Corona-Impfkampagne früher als in Deutschland begonnen hatte. Deshalb sei das Land uns bis heute um drei bis vier Monate voraus. In Israel habe sich gezeigt, dass die Gefahr, sich trotz Impfung zu infizieren und schwer zu erkranken, mit zeitlichem Abstand zur Impfung steige, der Schutz also nachlasse. „Hierbei sind vor allem Über-60-Jährige besonders gefährdet.“
Israel habe deshalb Bürgern ab 60 Jahren eine dritte Impfdosis angeboten. Studien zeigten nun, wie erfolgreich dies war. Demnach ist die Gefahr der Drittgeimpften, sich zu infizieren, um den Faktor 11 geringer – und die Gefahr, schwer zu erkranken, gar um den Faktor 19,5 geringer.

In Deutschland sei die Rate der Klinikaufnahmen von vollgeimpften Über-60-Jährigen lange niedrig gewesen, erklärt Prof. Sarrazin. Inzwischen sei diese aber auf 36 Prozent gestiegen. Es sei zu befürchten, dass wir hier nun das sehen, was Israel schon erlebt hat. Deshalb sei die Booster-Impfung wichtig.

Den kompletten plus-Artikel des Wiesbadener Kuriers lesen Sie hier: https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/booster-impfung-in-wiesbaden-fokus-auf-die-pflegeheime_24643295


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