Mittwoch, 17.11.2021

Das Tiefertreten von Gebärmutter, Harnblase und Enddarm oder die Senkung des sogenannten Scheidenstumpfes nach einer Gebärmutterentfernung wird als Beckenbodensenkung (der Beckboden ist ein Muskel, der sich nicht senkt, sondern der defekt und rissig ist) Senkungsleiden oder Descensus genitalis bezeichnet. Ursächlich ist oft ein geburtsbedingter Ausriss des als Stütze wirkenden Beckenbodenmuskels. Zusätzlich ist die Gebärmutter durch Bänder im Becken elastisch aufgehängt und liegt auf dem Beckenboden. So kann sie z. B. einer vollen Blase oder dem Darm "ausweichen". Senkt sich die Gebärmutter durch Schwäche des Beckenbodens, nach Geburten, angeborener Bindegewebs- und Muskelschwäche, Überbelastungen oder Elastizitätsverlust z.B. in den Wechseljahren nach unten, wird von einer Senkung gesprochen. Erscheint gar der Muttermund beim Pressen im Scheideneingang, handelt es sich um einen Vorfall (Prolaps) der Gebärmutter. Auch die Scheide hat eine natürliche seitliche und obere Aufhängung an Bändern im Becken, so dass es auch ohne Gebärmutter zu einer Senkung und zum Vorfall der Scheide kommen kann. Es treten unterschiedliche Beschwerden auf: Meist spüren die Patientinnen ein Druckgefühl nach unten, haben Rückenschmerzen und bemerken einen unwillkürlichen Urinabgang beim Husten, Niesen oder bei körperlicher Aktivität. Auch eine Reizblase oder chronische Verstopfung können Symptome sein. Neben nichtoperativen Behandlungsmöglichkeiten durch Medikamente, Pessare, Beckenbodentraining, Elektrotherapie und Naturheilverfahren steht eine Vielzahl von modernen operativen Therapieformen zur Verfügung, um die Lebensqualität wieder herzustellen.

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