Weihnachtsgruß der Seelsorge

Donnerstag, 22.12.2022

Gottesdienste im St. Josefs-Hospital Wiesbaden

24.12.2022 - Heiligabend

  • 17.00 Uhr evangelische Christvesper (JoHo-Kapelle)
  • 17.00 Uhr katholische Christmette (Eucharistiefeier) der "JoHo-Gemeinde" in der Kirche Hl. Familie, Lessingstraße 19; ADVENIAT-Kollekte

25.12.2022 - Hochfest der Geburt des Herrn - Weihnachten 

  • 09.00 Uhr Festhochamt (Eucharistiefeier); ADVENIAT-Kollekte

26.12.2022 - Zweiter Weihnachtsfeiertag - Hl. Stephanus

  • 09.00 Uhr Hochamt (Eucharistiefeier)

31.12.2022 - Hl. Silvester (Papst)

  • 08.00 Uhr Amt in der Weihnachtsoktav (Eucharistiefeier)
  • 17.00 Uhr Vespergottesdienst zum Jahresabschluss 

01.01.2023 - Neujahr - Hochfest der Gottesmutter Maria - Oktavtag

  • 09.00 Uhr Hochamt (Eucharistiefeier)

06.01.2023 - Hochfest der Erscheinung des Herrn - Dreikönig

  • 08.00 Uhr Festhochamt (Eucharistiefeier)

08.01.2023 - Fest der Taufe des Herrn (Ende der Weihnachtszeit)

  • 09.00 Uhr Hochamt (Eucharistiefeier)

Auf Wunsch wird Patientinnen und Patienten die Hl. Kommunion / das Abendmahl auf das Zimmer gebracht. Melden Sie dies bitte über die Mitarbeitenden auf der Station an. Sie können die Gottesdienste aus unserer Kapelle in den Krankenzimmern über das Fernsehgerät Kanal 16 kostenlos empfangen.
 

Weihnachtsgruß der Seelsorge

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Mitarbeitende,

"Zeitenwende" ist das Wort des Jahres 2022. Dieses Wort wurde unter anderem aufgegriffen, um den Krieg in der Ukraine zu kennzeichnen.
Auch als am 11. September in New York die Türme des World-Trade-Centers fielen, sprach man in Berichten und Kommentaren häufig von Zeitenwende.
Immer wieder erleben wir Ereignisse als Zeitenwende. Sei es durch Vorkommnisse wie den Ukrainekrieg und die daraus folgende Energiekrise, die die ganze Gesellschaft betreffen; sei es durch Schicksalsschläge wie eine lebensverändernde Krankheit, die uns als Einzelperson treffen kann oder als Familie.
Solche Krisen lösen bei den allermeisten von uns Verunsicherung aus, Sorge und Angst.

Durch das Weihnachtsevangelium und durch die ganze Bibel zieht sich dagegen wie ein roter Faden die Aufforderung und der Zuspruch: „Fürchtet euch nicht!“ „Fürchte dich nicht!“
Nicht, weil es keinen Grund zum Fürchten gibt, sondern weil die entscheidende Zeitenwende schon vor gut 2000 Jahren stattgefunden hat.
„Die Welt wird nicht mehr so sein, wie sie einmal war.“ Für Christinnen und Christen gibt es keine passenderen Momente, auf die dieser Satz zutrifft als die Geburt Jesu und seine Auferstehung am Ostermorgen.
Gott wird Mensch und dieser Mensch zeigt uns, dass alles und jeder im göttlichen Licht steht - sogar der Tod.
Christus wird zum Heiland, der sich unserer Heillosigkeit ausliefert; und er lebt und erlebt, dass am Ende Gottes Liebe alles heil macht.

Der Glaube an Gott, an seine Liebe und Macht, soll und kann der Angst in unserem Leben Grenzen setzen.
Die Geburt des göttlichen Kindes ist die Zeitenwende, die unsere persönliche Gegenwart und Zukunft in das Licht der Hoffnung stellen will. Fürchtet euch nicht! Fürchte dich nicht! Denn Gottes Möglichkeiten übersteigen alles, was wir denken oder auch nur erahnen können. Dieses Vertrauen kann für uns zum festen Lebensgrund werden, der auch in schwierigen Zeiten trägt.

Doch was, wenn der Boden unter uns ins Wanken kommt, weil um uns herum alles dunkel und ausweglos scheint?
Das Weihnachtsfest will uns einladen, auf das Licht zu sehen, das in aller Finsternis leuchtet.
Jede Kerze kann uns zeigen: Gegen das Licht hat die Finsternis keine Chance, sei das Licht auch noch so klein.
Und ein kleines Licht ist es, was da von der Krippe her scheint - kein Hyperevent, welches das Blitzlichtgewitter der Welt auf sich zieht; kein Riesenspektakel, für das sich das Rampenlicht der Weltbühne interessieret.

Ein kleiner unscheinbarer Anfang ist es, den Gott da mit seinen Menschen macht. So wie auch in meinem Leben die Anfänge oft klein und unscheinbar sind, und ich oft gar nicht so genau sagen kann, wann denn nun meine persönliche Zeitenwende eingetreten ist, wenn es um entscheidende Veränderungen in meinem Leben geht.
Gott hat eine Schwäche für das Schwache und für das Kleine und die zarten Anfänge. Ein kleiner Anfang ist es, den wir an Weihnachten feiern, aber er steht unter der Verheißung: Siehe, ich mache alles neu.

Deshalb also: Fürchte dich nicht! Fürchtet euch nicht! Euch ist heute der Heiland geboren.

Pfarrerin Mirjam Müller, Gemeindereferentin Katrin Silano, Pfarrer Klaus Krechel


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