Mittwoch, 08.09.2021

Was tun bei Schmerzen am Hüftgelenk?

Meist beginnt es mit Schmerzen in der Leiste, die über den Oberschenkel bis ins Kniegelenk ausstrahlen, andere Betroffene leiden unter Hüftschmerzen an der Außenseite des Hüftgelenks: Gelenkverschleiß im Hüftgelenk. Ursache für die Beschwerden sind Veränderungen am Gelenkknorpel, an Gelenkform oder Anatomie. Diese entstehen in der Regel durch chronische Überlastung oder sind anlagebedingt. Die Kugelgelenke in den Hüften sind im Alltag enormen Stoßbelastungen ausgesetzt. Solange noch genügend puffernde Knorpelmasse zwischen Hüftkopf und -pfanne vorhanden ist, lässt sich das Gelenk schmerzfrei bewegen. Bei einer Arthrose kommt es jedoch zu einem Knorpelabrieb, der Gelenkspalt verengt sich, bis schließlich Knochen auf Knochen reibt und zu heftigen Schmerzen führt. 

Der Knorpelverschleiß macht sich oft erst im fortgeschrittenen Alter bemerkbar, aber auch jüngere Menschen können betroffen sein. Im frühen Stadium der Erkrankung empfiehlt sich zunächst eine konservative Behandlung mit Medikamenten und Physiotherapie. Dabei wird die Beweglichkeit trainiert, durch Schonhaltung verkürzte Muskeln werden gedehnt und geschwächte Muskelgruppen gekräftigt, um das Gelenk zu stützen. Häufig nehmen die Beschwerden schleichend zu, wobei sich schmerzhaftere Phasen und weniger schmerzhafte oder gar schmerzfreie abwechseln.

Die Therapie hängt vom Ausmaß des Verschleißes ab. Als Faustregel gilt: Bei jungen, sportlichen und aktiven Patienten, die nur kleine Veränderungen ohne wesentliche Ausbreitung im Gelenk haben, bietet die Hüftgelenksarthroskopie viele Chancen zur Schmerzfreiheit sowie zur Vermeidung oder Verzögerung einer Operation zum künstlichen Hüftgelenk. Treten ausgedehnte und tiefgreifende Schäden auf, ist ein endoprothetischer Gelenkersatz die beste Wahl, um zur Schmerzfreiheit bei voller Belastung und Aktivität zu gelangen. 

Bei jedem Patienten gibt es in Abhängigkeit von Alter, Aktivitätsniveau und Kno­chenqualität mehrere Möglichkeiten, ein künstliches Hüftgelenk gewebe- und knochenschonend zu im­plantieren, übrigens auch an beiden Seiten simultan in einer Operation. Insbesondere mit minimal-invasiven Verfahren, die äußerst muskel- und gewebeschonend funk­tionieren und die besonders gut mit Kurzschaftprothesen harmonieren, verkürzt sich auch die Nachbehandlung erheblich. Positiv wirken sich auch Konzepte aus, bei denen der Patient schon im Vorfeld physiotherapeutisch geschult wird, so dass er auch körperlich gut vorbereitet ist und als aktiver Partner des eigenen Behandlungsverlaufs mitwirken kann.

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